Im letzten Beitrag hatte ich die Angebote von Invideo und Kling.ai analysiert. In diesem Beitrag geht es um die Alternativen Runway und Heygen. Schnallt euch fest und los gehts.
Runway: Analyse der MarketingtechnikAngebot (Standard-Plan):
Runway: Analyse der MarketingtechnikAngebot (Standard-Plan):
Beworben: „625 Credits, 15 Sekunden (4K), 12 €/Monat“ (umgerechnet von ~$15 bei jährlicher Abrechnung). Runway wirbt mit „unlimited video editor projects“ und Zugang zu „30+ AI Magic Tools“, was den Eindruck erweckt, dass man umfassende generative Möglichkeiten hat.Versprechen: Der Fokus liegt auf Flexibilität für Einzelpersonen und kleine Teams, mit 4K-Exporten und erweiterten Tools – klingt nach einem robusten Einstiegsplan für Kreative.
Credit-Verbrauch: Laut runwayml.com/pricing variiert der Credit-Verbrauch je nach Modell:Gen-3 Alpha: 10 Credits pro Sekunde (laut aktueller Dokumentation).Gen-2: 5 Credits pro Sekunde.Mit 625 Credits kannst du also nur 62,5 Sekunden Gen-3 (ca. 1 Minute) oder 125 Sekunden Gen-2 (ca. 2 Minuten) generieren, bevor die Credits aufgebraucht sind.
Lockvogel: „625 Credits“ klingt großzügig, aber bei 10 Credits/Sekunde für Gen-3 (das aktuellste Modell) sind das nur 62 Sekunden – weit weniger als man bei einem Plan für „Kreative mit erweitertem Zugang“ erwarten würde. Die unbegrenzten Video-Projekte sind nur für die Bearbeitung mit Stockmedien oder eigenen Dateien relevant, nicht für generative Inhalte.Upselling: Nutzer, die die vollen Möglichkeiten der AI-Tools (z. B. längere Videos oder häufige Nutzung) ausschöpfen wollen, müssen Credits nachkaufen oder auf den Pro-Plan (28 €/M, 2.250 Credits) upgraden, der ~225 Sekunden Gen-3 bietet – immer noch begrenzt für intensive Nutzung.Fazit: Runway suggeriert eine umfassende generative Kapazität, aber die Basisleistung (62-125 Sekunden) ist für professionelle Anwender schnell erschöpft, was Nachkäufe oder ein Upgrade erzwingt.
HeyGen: Analyse der MarketingtechnikAngebot (Creator-Plan):
HeyGen: Analyse der MarketingtechnikAngebot (Creator-Plan):
Beworben: „15 Minuten/Monat, keine Wasserzeichen, 24 €/Monat“ (bei jährlicher Abrechnung, sonst 29 €/M). HeyGen wirbt mit „unlimited video generation“ und „high-quality avatars“, was den Eindruck eines umfassenden Plans für kleine Unternehmen oder Einzelnutzer erweckt.Versprechen: Perfekt für Content Creators, die regelmäßig Videos ohne Einschränkungen erstellen wollen – klingt nach einem All-in-One-Paket.
15 Minuten Grenze: Laut heygen.com/pricing sind die 15 Minuten die Gesamtdauer der generierten Videos pro Monat (900 Sekunden). Das schließt alle KI-generierten Inhalte ein (z. B. Avatar-Videos, Text-to-Speech).Keine separate Credit-Begrenzung: Im Gegensatz zu Invideo oder Kling gibt es keine zusätzlichen „Generative Credits“ – die 15 Minuten sind die feste Obergrenze für generative Inhalte. Danach kannst du keine weiteren Videos generieren, es sei denn, du kaufst Zusatzminuten (z. B. 15 USD für 5 Minuten) oder upgradest zum Business-Plan (30 Minuten, 72 €/M).Testversion: Die kostenlose Version bietet nur 1 Minute/Tag (mit Wasserzeichen), was die Erwartung weckt, dass der Creator-Plan deutlich mehr bietet.
Lockvogel: „15 Minuten“ und „unlimited video generation“ klingen nach viel Spielraum, aber 900 Sekunden sind für regelmäßige Nutzer (z. B. Marketer, die wöchentliche Videos erstellen) schnell aufgebraucht – etwa 2-3 Minuten pro Woche. Die Testversion mit 1 Minute/Tag (30 Minuten/Monat) setzt eine hohe Erwartung, die der Creator-Plan nicht erfüllt.Upselling: Sobald die 15 Minuten verbraucht sind, musst du entweder Zusatzminuten kaufen oder auf den Business-Plan upgraden. Es gibt keine Möglichkeit, die Basisleistung flexibel zu erweitern, ohne zusätzliche Kosten.Fazit: HeyGen suggeriert eine großzügige Kapazität, aber die 15 Minuten sind für professionelle Nutzung oft unzureichend, was zu Nachkäufen oder einem teureren Plan führt.
Vergleich mit Invideo und Kling
Invideo Plus: 50 Minuten Export, aber nur 60 Generative Credits (60 Sekunden) im Basisplan – extrem irreführend, da die generative Leistung minimal ist.Kling Gold: 660 Credits (165 Sekunden bei 20 Credits/5 Sek.) nach der Buchung, obwohl die Testversion mit 10 Credits/5 Sek. doppelte Leistung suggeriert – eine klare Halbierung.Runway Standard: 625 Credits (~62 Sekunden Gen-3 oder 125 Sekunden Gen-2) – klingt großzügig, ist aber für aktuelle Modelle sehr begrenzt.HeyGen Creator: 15 Minuten (900 Sekunden) – transparenter als die anderen, aber für intensive Nutzung schnell erschöpft.
Bewertung der Taktiken:Runway: Die 625 Credits wirken großzügig, aber bei 10 Credits/Sekunde für Gen-3 sind es nur 62 Sekunden – eine klare Einschränkung, die Nachkäufe oder ein Upgrade erzwingt.HeyGen: 15 Minuten sind transparenter, aber für regelmäßige Nutzer unzureichend, was Zusatzminuten oder ein teureres Abo nötig macht.Invideo: Die extrem niedrigen 60 Generative Credits bei 50 Minuten sind irreführend und zwingen fast zwangsläufig zu Nachkäufen.Kling: Die Verdopplung der Kosten (10 zu 20 Credits) nach der Testphase halbiert die Leistung und zwingt zu höheren Plänen.
Fazit
Alle vier Anbieter nutzen ähnliche Techniken: Sie locken mit scheinbar großzügigen Angeboten (Credits, Minuten), die bei Nutzung unzureichend sind und Zusatzkosten verursachen. Runway und Invideo täuschen durch niedrige generative Kapazitäten (62 bzw. 60 Sekunden), Kling durch die Halbierung nach der Testphase, und HeyGen durch eine vermeintlich hohe, aber schnell aufgebrauchte Zeitgrenze.